NACH DEM TAG

Die Kissen sind wie Messer weiß und spitz,
Mich preßt mein Bett als läge es auf mir,
Aus finstren Wänden spritzen Blitz nach Blitz,
Breit dröhnt mein Herz und stößt mich wie ein Tier.

Das ist, der über seine Zeit hinaus
Mich starr verfolgt und überwacht – der Tag,
Weil bei dem langen Leuchten seines Blaus
Mein Blick der Dämmrung zugewendet lag.

Genuß, der mich so gütig halb erhält,
Entätzend des Gehirnes Allzusehr,
In Frau'n und Kinos abgeschwächte Welt,
In Worte, Weine, Spiel versüßtes Meer:

Nun steht ihr ganz und hart und riesig auf.
Seid Sonne in der Nacht und höhnisch Glück,
Und macht mich so lebendig – – O hört auf,
Schafft, den ihr blindlings schufet, mich zurück!

Ja ließet ihr – und sänke ich hinein
– Ganz rasch in jenes zwischen jetzt und jetzt –
– Zwischen die Ufer zweier harter Reihn –
– Von keiner harten Brücke übersetzt –