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  <title>Irrenhaus</title>
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<body>

<h3>Irrenhaus</h3>

<p>
(Le Fort Jaco, Uccle).</p>

<p>
  <span class="indent">Hier ist Leben, das nichts mehr von sich weiß&nbsp;&ndash;</span><br />
  <span class="indent">Bewußtsein tausend Klafter tief ins All gesunken.</span><br />
  <span class="indent">Hier tönt durch kahle Säle der Choral des Nichts.</span><br />
  <span class="indent">Hier ist Beschwichtigung, Zuflucht, Heimkehr, Kinderstube.</span><br />
  <span class="indent">Hier droht nichts Menschliches. Die stieren Augen,</span><br />
  <span class="indent">Die verstört und aufgeschreckt im Leeren hangen,</span><br />
  <span class="indent">Zittern nur vor Schrecken, denen sie entronnen.</span><br />
  <span class="indent">Doch manchen klebt noch Irdisches an unvollkommenen Leibern.</span><br />
  <span class="indent">Sie wollen Tag nicht lassen, der entschwindet.</span><br />
  <span class="indent">Sie werfen sich in Krämpfen, schreien gellend in den Bädern</span><br />
  <span class="indent">Und hocken wimmernd und geschlagen in den Ecken.</span><br />
  <span class="indent">Vielen aber ist Himmel aufgetan.</span><br />
  <span class="indent">Sie hören die toten Stimmen aller Dinge sie umkreisen</span><br />
  <span class="indent">Und die schwebende Musik des Alls.</span><br />
  <span class="indent">Sie reden manchmal fremde Worte, die man nicht versteht.</span><br />
  <span class="indent">Sie lächeln still und freundlich so wie Kinder tun.</span><br />
  <span class="indent">In den entrückten Augen, die nichts Körperliches halten, weilt das Glück.</span>
</p>

</body>
</html>